Kategorie-Archiv: Fotografie

Kreuzberg bleibt unhöflich!

©MM|04.2014
©MM|04.2014

Kreuzberg – eine Welt für sich. Immer schon. Meinungen zwischen Multi-Kulti, Dinosaurier, Freaks, Kiffer_innen und 68ern machen die bunte, von manchen sehr geschätzte, von anderen sehr abgelehnte Haltung aus. Und nun so etwas: Unhöflichkeit, die auch noch stolz zur Schau getragen wird! Wahrscheinlich soll das die Gentrifizierer_innen abschrecken. Die werden sich  fürchten…

Berlin – Demokratie für alle

Berliner Fernsehturm ©MM |02.052012

Berlin war schon immer im Wandel. Das wusste schon Tucholsky. „Berlin ist nicht, Berlin wird“ hat er des öfteren über die damalige und heutige Weltstadt Berlin gesagt.

Berlin ist nun in einem besonderen Wandel. Deutschland als System geht es in der Krise vergleichsweise gut. Das hat ganz unterschiedliche Gründe, die nicht auf Leistungen der Regierung beruhen.

Ob es den Menschen hier gut geht, steht auf einem anderen Blatt. Mini-Jobs, Gentrifizierung und gleichzeitig für Viele geringe oder gar prekäre Beschäftigungsverhältnisse prägen den Rhythmus Berlins. Reichtum für wenige Menschen und Demokratie für alle wird nicht mehr lange funktionieren. Der Unmut wächst mit dem gleichzeitigem Auseinanderklaffen der Arm-Reich-Schere.

Vor allem aber ist der politische Wandel hier besonders deutlich: viele Demonstrationen, Zuzügler aus allen Regionen Deutschlands, aus allen Regionen Europas, ja, der Welt bringen einen nachhaltigen kulturellen, politischen und soziologischen Wandel in die Hauptstadt.

Ob es neue kulturelle oder wirtschaftliche Konzepte sind, neue Parteien wie die der Piraten, die hier besonders erfolgreich sind, oder auch neue und alternative Lebensentwürfe von nicht heteronormativen Beziehungen, alleinerziehenden Eltern, queeren Patchwork-Familien oder interkulturellen Konzepten: es ist und bleibt bunt, wird vielfältiger, internationaler, aber auch komplizierter und stressanfälliger.

Aus diesen und vielen anderen Faktoren entsteht das, was Berlin ausmacht: eine hetreogene, polyzentrische Hauptstadt am Rande der Tundra mit kalten grauen Wintern, heißen Sommern, aufregendem Nachtleben, einer wachsenden Einwohnerzahl mit einsamen und geselligen, mit zufrieden meckernden Menschen und ganz viel Hoffnung auf bessere Chancen.

Das möchte das Metropolitanblog in Zukunft wiedergeben: einen offenen, freien Einblick/Ausblick. Kulturell, soziologisch, wissenschaftlich oder persönlich. Von Menschen, die in dieser Stadt leben oder sie besuchen. Menschen, die teilnehmen am Alltag. Menschen, die etwas bewegt, die schreiben, Bilder machen, beschreiben oder dichten, lieben oder es lassen, Menschen, die  ihre Eindrücke teilen wollen.

Willkommen beim Berlin-Metropolitanblog. Ich freue mich auf die, die lesen, und auf die, die mitmachen wollen!